Russen aus aus SWIFT? Was hat es seit dem 11.09.2011 mit Dir zu tun?
zum Original-Video: https://youtu.be/c-r2ABldfcs
Text: Susanne Köpcke
Wir alle lesen aktuell in den Medien, daß Russland aus dem SWIFT System ausgeschlossen wird - aber wissen wir, was damit gemeint ist?
Oder schalten wir gedanklich ab, weil wir es nicht verstehen und sagen ?geschieht ihnen recht??.
Dinge nicht zu verstehen ist nicht gut für uns!
Wir verlieren die Kontrolle, ohne es zu merken, und sagen als Rechtfertigung ?Dafür gibt es die Experten, die wissen schon, was sie tun.?
Aber was passiert, wenn diese Experten es nicht gut mit einem meinen?
Jeder von Euch kennt bestimmt den Spruch:
-?Wer Dich zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr?
oder
-?Der verkauft bestimmt auch seine eigene Großmutter?
Vielleicht hat der eine oder andere es auch selbst erlebt.
Was es im kleinen Stil gibt, gibt es auch im großen Stil!!!
Es ist also immer ganz gut, zumindest ein bisschen zu verstehen, wovon gesprochen wird (und es ist auch hilfreich, ein gutes Bauchgefühl und Menschenkenntnis zu besitzen)
Weißt Du eigentlich, was SWIFT bedeutet?
Ich dachte immer, es ist nur eine Abkürzung für irgendein spezielles System für Überweisungen. Auch ich habe es damit abgetan. Ich hatte im Kopf das Wort ?per SWIFT Überweisung?.
Im Prinzip habe ich nicht großartig darüber nachgedacht - bis jetzt.
Ich habe recherchiert und hatte mein AHA Erlebnis, wofür es eigentlich steht und was es bedeutet:
SWIFT steht für:
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication
Es ist also eine Abkürzung, aber nicht für ein System, sondern für eine Gesellschaft - mal wieder!
Diese Gesellschaft betreibt ein ?besonders sicheres? Telekommunikationsnetz - das SWIFTnet. Sie sorgt also für reibungslose Finanz- und Datentransfers zwischen Banken.
Dieses wird von über 11.000 Banken genutzt.
Darüber hinaus bietet SWIFT Software und Services im Bereich von Finanztransaktionen und Datenaustausch an.
Mein Wissen war also das bekannte ?gefährliche Halbwissen?
Welche Rechtsform hat die SWIFT und wem gehört sie?
SWIFT ist eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Gen.mbH). Diese Rechtsform für Genossenschaften hat ihren Sitz in Belgien und somit ist auch die SWIFT in Belgien anzufinden.
(Annähernd ist diese Rechtsform vergleichbar mit der GmbH in deutschsprachigen Ländern).
Gegründet wurde sie 1973. SWIFT ist im Besitz der Banken und dem EU Recht unterworfen.
(Tatsächlich war die die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht bis 1973 üblich in West-Deutschland und der DDR)
Jeder von Euch weiß, daß es eine BIC (Business Identifier Code) seiner Bank gibt.
Diese wird auch SWIFT Code genannt und ist ein eindeutiges Zeichen, daß Deine Bank der SWIFT angehört.
Wir wollen jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber:
Wer kontrolliert als Aufsichtsrat die SWIFT?
Das ?Board of Directors? bestehend aus 25 Mitgliedern:
Alles Vertreter internationaler Großbanken, 17 davon aus Westeuropa.
Eine Aufsichtsfunktion haben die Zentralbanken der G10-Länder.
Warum erzählen wir das?
Um Dein Bewußtsein etwas zu schärfen, welche Macht Banken haben.
Wieviel Macht tatsächlich erfährst Du hier:
Wußtest Du, daß nach den ?Terroranschlägen? am 11.09.2001 (World Trade Center) die SWIFT (nach eigenen Angaben) vertrauliche Daten über Finanztransaktionen an die US Behörden übermittelt hat? Ich zitiere hier aus Wikipedia:
?DIE US Regierung selbst ist unmittelbar nach den Anschlägen über die CIA, FBI, US Finanzministerium und US Notenbank an die SWIFT herangetreten.? (an die Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein besonders sicheres Finanztransaktionssystem bereitzustellen und Daten besonders sicher weiterzuleiten.)
?Diese folgte der Aufforderung freiwillig.?
Die Geschichte geht weiter und ist ganz offiziell bei Wikipedia nachzulesen.
SWIFT wird selbst hier sehr kritisch dargestellt.
Gerechtfertigt wurde das Vorgehen seitens der US Regierung immer mit dem ?Krieg gegen den Terror?
Regelmäßig werden wir von Neuklienten darauf angesprochen, ihre Daten vertraulich zu behandeln.
Wenn wir unsere Datenschutzerklärung zur Unterschrift vorlegen (mittlerweile 9 Seiten) wird diese genauestens gelesen und hinterfragt.
Das ist auch gut so.
Hand auf?s Herz: Hast Du die Datenschutzerklärungen von Google, YouTube, Facebook, Instagram, Whatsapp, Twitter oder die Deiner Bank etc. jemals gelesen??? (gefühlte 50 Seiten???)
Wenn wir nicht vertrauensvoll mit den Finanzdaten unserer Klienten umgehen würden, wären wir schon lange nicht mehr im Geschäft.
Aber: man könnte schon auf die Idee kommen, das Datenschutz nur die ?Kleinen? einschränkt, um die großen Spieler zu decken.
Unser Tipp:
Bewußtes Verstehen gibt Dir bei vielen Dingen ein besseres Gefühl und gibt Dir Selbstsicherheit!
Gerade in Finanzangelegenheiten.
Probier´ es einfach einmal aus!