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Richten sich Banken nach den Gesetzen oder richten sich etwa die Gesetze nach den Banken?


BGH Urteile bezüglich Erstattung von unzulässigen Kontogebührenerhöhungen fallen zu unseren Gunsten aus. Doch welche Rechtssprechung hält dagegen und hindert Bankkunden daran, ihr Recht zu bekommen?



zum Original-Video: https://www.youtube.com/watch?v=13BqNKcqot8


Jetzt im Dezember erhalten wieder viele Menschen Post von ihrer Bank - ob im physikalischen Briefkasten oder der digitalen Variante.

Grund: Die Banken und Sparkassen möchten (einmal wieder) ihre Kontogebühren erhöhen - Entschuldigung: anpassen - und benötigen unsere Zustimmung.


Bereits im Juni 2022 haben wir darüber berichtet:


?Vor April 2021 galt folgendes: Banken änderten ihre AGB´s und Preise, und wenn Du nicht innerhalb einer bestimmten Frist widersprochen hast, galt das als Zustimmung,

Dies änderte sich nach April 2021 aufgrund eines BGH Urteils, welches diese Vorgehensweise als unzulässig erklärte.?


Die Konsequenzen aus dem BGH-Urteil sind zweierlei:

  1. Die Banken benötigen zukünftig unsere Zustimmung für eine Gebührenerhöhung
  2. Alle Gebührenerhöhungen, die bisher durchgeführt wurden, sind damit unzulässig und müßten zurückerstattet werden.


Soweit die Theorie. Wie wird es in der Praxis umgesetzt?


Oftmals fordern die Banken mit unserer Zustimmung auch ein Verzicht auf unser Recht, uns unsere Gebühren erstatten zu lassen.


Ziehen wir die Parallele zu Mieterhöhungen.


Auch ein Vermieter ist darauf angewiesen, daß seine Mieter einer Mieterhöhung zustimmen. Tun sie dies nicht, bleibt oftmals nur die Klage. Dem Mieter kann deshalb aber nicht gekündigt werden.


Anders sieht es bei den Banken und Sparkassen aus.


Sollten wir einer Preiserhöhung nicht zustimmen oder sogar unsere Kontogebühren zurückfordern, kann die Bank die Geschäftsbeziehung beenden, sprich unsere Konten kündigen. Sie kann sich dabei zukünftig sogar auf ein Urteil des Landesgerichts Stuttgart vom 15.02.2022 (AZ 34 O98/21 KfH) beziehen.


Eine Krähe hakt der anderen bekanntlich kein Auge aus.

Bestehen wir auf unser Recht, riskieren wir nachher ohne Konto dazustehen.

Also stimmen wir zu.


Was ist die Konsequenz - auf lange Sicht?


Die Menschen erhalten immer mehr das Gefühl allein zu sein. ?Ich allein kann ja sowie nichts ausrichten.?

Daraus folgt, daß sie sich Banken und Finanzen gar nicht mehr richtig anschauen.

Aus dieser Unwissenheit entsteht das folgende Bild: Der Banker ist der Experte und hat Recht.

Genau aus diesem Grund meinen die Banken, daß sie mit allem durchkommen.


Aber, was stimmt jetzt eigentlich: Richten sich die Banken nach den Gesetzen oder richten sich etwa die Gesetze nach den Banken??


Die Stiftung Warentest hat sich jetzt im Dezember dieser Thematik angekommen: Was sind die Fakten, was können wir tun.


Klick hier für den vollständigen Bericht:


https://www.test.de/Die-zehn-gemeinsten-Bankgebuehren-So-schuetzen-Sie-sich-vor-Extrakosten-4863720-0/



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