7.5% Inflation - Wahrheit oder Lüge?
zum Original-Video:https://youtu.be/LOqiE8Ezk-0
?Die Inflation kommt nicht
über uns als ein Fluch oder
als ein tragisches Geschick;
sie wird immer durch eine
leichtfertige oder sogar
verbrecherische Politik
hervorgerufen.?
Dies sagen nicht wir. Dieses Zitat stammt von Ludwig Erhard, 1897 - 1977, von 1949 bis 1963 war er Wirtschaftsminister und von 1963 bis 1966 zweiter Bundeskanzler.
Seit Jahren ist die Inflation stetiger Bestandteil unserer Seminare, denn sie ist eine wichtige Grundlage, um Zusammenhänge im Finanzwesen zu verstehen.
Stets ist sie eigentlich der unbeliebteste Teil und oft hören wir ?wir wissen das alles?.
Ist das so?
Ich mußte mich mit dem Thema wirklich auseinandersetzen, und auch wenn ich seit 2004 mit Ralf zusammenarbeite, für mich ist es immer noch nicht wirklich greifbar.
Wir wissen immer nur eines: Inflation ist nicht gut und macht Angst, Angst davor Geld zu verlieren - und diese Angst ist auch begründet!
Um aber die Angst vor etwas zu verlieren, sollte man nicht weglaufen (indem man sagt, ?ich weiß alles?, oder ?damit habe ich nichts zu tun?), sondern oder gerade deswegen sich genau diese Sache anschauen.
Jeder kann alles lernen.
Was also ist Inflation?
Es kommt vom lateinischen Wort inflare für ?hineinblasen? oder ?aufblähen?.
Die offizielle Bedeutung ist eine Erhöhung der umlaufenden Geldmenge und damit einhergehend eine Geldentwertung.
Aber wie und vor allem wieso entsteht mehr Geld?
Einfaches Beispiel:
Du beantragst einen Kredit über ? 100.000,00.
Früher war es so: Jemand hat ? 100.000 auf sein Konto eingezahlt und dafür 2% Zinsen erhalten.
Die Bank hat mit diesem Geld gearbeitet und die ? 100.000,00 für 4% (oder mehr ;-) )verliehen.
Dabei hat die Bank dann die Differenz von 2%-Punkten (in Wirklichkeit 100% Gewinn) verdient - alle waren glücklich.
(Mehr über Prozent und Prozentpunkte erfährst Du hier: https://youtu.be/NXlCLGHWWhE).
Das Geld war real vorhanden. Jemand hat es mit Arbeit verdient und auf sein Konto gebracht. Das Geld war physisch als Papier oder Münze vorhanden.
Es war nicht mehr Geld da! Es wurde genauso viel Geld ausgegeben wie eingenommen wurde.
Glaubst Du, daß dies heute immer noch so ist?
Heutzutage ist Geld, welches verliehen wird, reines Buchgeld. D.h. es existiert nur als Zahl auf einem Konto.
Natürlich setzt die Bank offiziell Eigenkapital ein. Natürlich sagt die Bank, sie refinanziert sich durch die Bundesbank.
Aber woher bekommt die Bundesbank das Geld?
Es wird ?gemacht?, nämlich in den Computer eingegeben!
Es wird mehr ausgegeben, als real da ist (durch Arbeit verdient)
Dadurch erhöht sich die Geldmenge!
Die Nullzinspolitik verstärkte diesen Faktor noch; Es wird erleichtert Schulden zu machen und erschwert Geld anzusparen.
Inflation hat die Konsequenz, daß Geld entwertet wird:
Letzte Konsequenz bei einer Inflation: Währungsreform; es werden Nullen weggestrichen;
fort sind Deine Schulden, aber eben auch Dein Vermögen!
Du kannst Dir jetzt selbst ausrechnen, wer von einer Inflation profitiert, im kleinen und im großen Stil.
Kommen wir zur heutigen Lage:

Wie kann es sein, daß wir ?nur? 7,5% Inflation haben, aber gefühlt ist es doch so viel mehr!!
Das liegt am sogenannten ?Warenkorb?.
In diesem Warenkorb sind alle Produkte enthalten, deren Preise gemessen werden und Einfluß auf die Inflation haben.
Nicht berücksichtigt wird, wie oft wir diese Produkte nutzen.
So werden Lebensmittel mit nur ca. 10% gewichtet, obwohl wir jede Woche mindestens einmal einkaufen.
Leider weiß der statistische Warenkorb auch nicht was und in welcher Menge wir etwas einkaufen.
Wohnkosten - und darin enthalten sind die Energiekosten - sind immerhin mit ca. 32 % enthalten - diese ?nutzen? wir immerhin 1 x pro Monat - auch das merken wir im Geldbeutel.
Ca. 58% sind Kosten für Freizeit und Konsumartikel wie das Auto.
Wie oft wir dafür Geld ausgeben - kann jeder für sich entscheiden.
Aber für jedes einzelne Gut wird angenommen, daß wir es in gleicher Häufigkeit konsumieren!
Mehr zu diesem Thema gerne hier:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/HGG_VPI/Waegungsschema_VPI.html
Ach übrigens: Die Basis, also das Jahr mit welchem verglichen wird, zur Berechnung der Inflation wird auch immer wieder ?angepasst?.
Angeblich um dem geänderten Konsumverhalten Rechnung zu tragen.
Beispiel zum Thema Basis:
Es sind 20°C. Ohne zu wissen wie sich 0°C anfühlen, würde uns diese Zahl wenig sagen. 20°C werden ins Verhältnis zu 0°C gebracht.
Die Basis zur jetzigen Inflationsberechnung ist das Jahr 2015.
Was uns fehlt sind die Jahre davor. Wie ist die Inflation im Vergleich zum Jahr 2001 - dem letzten Jahr der DM?
* War die Umstellung DM in Euro vielleicht doch eine Währungsreform (Sarkasmus Ende?)
* Ist diese Art der Berechnung der Inflation eventuell eine falsche Darstellung der Realität, um zu verbergen, wieviel Geld uns wirklich weggenommen wird?
Wir stellen diese Fragen aber nur für einen Freund!